Merkel trotzt der NATO

Angie scheint den Kriegstreibern zu widerstehen. Sie fordert die NATO auf, sich weg vom gemeinsamen Töten und hin zu nachhaltigen Einsätzen zu bewegen, wünscht mehr Verstrickung zwischen militärischer Ab- und ziviler Aufbauhilfe.

Und sie bleibt beim NEIN zur Erweiterung des militärischen Engagements in Afghanistan.

Dies hilft der deutschen Wirtschaft – die exportiert nämlich nur 3% an Tötungsmaschinerie, aber sehr viel industrielle Infrastruktur. Ebenso hilft es den Völkern die wir ins Unglück gestürzt haben oder deren Unglück wir vermehrt haben: den Schiiten, Sunniten, Arabern, Kurden, Paschtunen, den Serben, Albanern und Kosovaren. Weiterhin hilft es der NATO – die langsam beginnen sollte die Wirtschaftlichkeit – und vorallem die Moral – ihrer Kriegereien zu bedenken und endlich damit, die begangenen Kriegsverbrechen aufzuarbeiten.

Offener Disput zwischen Merkel und Nato – MSN News

Wen es ärgert, das sind die Kriegstreiber mit ihrem Sprachrohr Soldatenjossele Fischer a.D. der peinlicherweise erst vor Kurzem mit einen heuchlerich-speichelleckenden Artikel von sich reden machte, in dem er für einen Einsatz deutscher Soldaten im Süden Afghanistans plädierte – Begründung: Bündnispflicht und Angst vor amerikanischen Schuldzuweisungen. Längst bevor er vom Geld der Waffenindustrie korrupiert war, als dieser Mann – dem man übrigens hoch anrechnen muss, dass er es trotz fehlgeschlagenem Abiturversuch bis knapp unter die Spitze einer Studentenbewegung geschafft hat – noch Mitläufer bei anderen Ideologen war, da forderte er den Austritt aus dieser Organisation.

Joseph Fischer: „Afghanische Klemme“ – DIE ZEIT

Ihm täte es gut, wenn er – wie sein Waffenbruder Schröder es bei seinen zukunftsweisenden Reformen tat – den Rat von Experten einholen würde, bevor er die von seinen Lügen geplagte Öffentlichkeit nervt. Peter Scholl-Latour, der Mann der die arabische und die islamische Welt wie kein zweiter Europäer kennt, begründet historisch-sachlich und ganz frei von waffenlobbyistischen Interessen, warum es nichts bringt, in Afghanistan zu sein.

Peter Scholl-Latour: „Raus aus Afghanistan“ – Cicero

Der heisere Mann, der sich aus so vielen Skandalen herausgelogen hat wie kein zweiter Politiker – beachtlicherweise ohne an Popularität zu verlieren, sollte endlich das Blut von seinen Händen waschen und nicht nach weiterem rufen.

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